Ausstellungen

Kommende Ausstellung –

Klara Kohler, Franz Frauenlob

„NOLI ME TANGERE“ – Zur Poetik des Raumes

Zeichnung – Fotografie – Objekt

 

Vernissage Fr, 30.11. 2018, 19:00, Ausstellungsdauer bis So, 16.12. 2018

Geöffnet: Fr-So 14:00 – 18:00, Eintritt frei!

Vernissage Fr, 30.11. 19:30

Begrüßung Mag. Josef Brescher

Zur Ausstellung spricht Frau Dr. Mayr-Kern

 

Infos zum Ausstellungsprojekt von Klara Kohler und Franz Frauenlob 

 

Seit 2005 verfolgen wir in unserer gemeinsamen Ausstellungstätigkeit einen Weg der kontinuierlichen Entwicklung einer Narration, indem wir die grundlegenden Themen und Inhalte unserer Arbeit immer wieder aufgreifen und in anderen Zusammenhängen und Räumen interpretieren. Ursprünglich von ‘klassischen’ Arbeitstechniken herkommend, (Klara Kohler – Zeichnung und div. Drucktechniken, Franz Frauenlob – Skulptur, Objekt und Installation), führt unsere Abeitsweise fast zwangsläufig zu einer Überschreitung der angestammten Form hin zu raumgreifenden Gestaltungen, wobei unterschiedliche Ausdrucksformen, Techniken und Materialien zum Einsatz kommen.

‘Noli me tangere’ ist ein Versuch, durch das Zusammenwirken unterschiedlicher Kunstformen eine Aussage zu grundlegenden Fragen des Lebens und der künstlerischen Arbeit zu entwickeln. Das als medienübergreifende Ausstellungsreihe in vier Teilen konzipierte Projekt soll nach zwei Stationen in Salzburg (26.4. 2015 Stadtgalerie Salzburg, Fabrik BBK 600) und Linz (10.2. 2016 Krypta der Ursulinen – Linz Landstraße) weiterentwickelt werden.

Als grundlegendes Leitmotiv für den dritten Teil des Projektes haben wir uns erlaubt, die philosophischen Untersuchungen des Gaston Bachelard zur ‘Poetik des Raumes’ heranzuziehen. Schon in der anfänglichen Vorbereitung des Projektes (Sommer 2014) näherten wir uns eigenständig an die Gedankenwelt des Dichters und Philosophen an, indem wir das Bild des Hauses als notwendige Mitte unserer vielfältigen Überlegungen erkannten. (…)

In den Untersuchungen Bachelard’s geht es u.A. um die Analyse des spontanen dichterischen Bildes. Die Berührung mit unserer Arbeit geschieht überall dort, wo er den dominierenden Vers, das isolierte Bild mit dem Begriff der Seele in Verbindung bringt.(…)

Eine weitere Inspirationsquelle war von Beginn an das filmische Schaffen des russischen Regisseurs Andrej Tarkovskij, insbesondere die Filme: ‘Der Spiegel’ (UdSSR 1975), ‘Der Stalker’ (UdSSR 1979) und ‘Nostalghia’ (Italien 1983). Im Rahmen unserer Ausstellung in Salzburg haben wir neben unserem eigenen Video (‘Noli me tangere’ 37 min., Musik: ensemble fatal), in Zusammenarbeit mit Cinelouge H. P. Traunig, die Filme, ‘Der Spiegel’ und ‘Nostalghia’ gezeigt.

Das Projekt ‘ Noli me tangere’ wird durch das Margret Bilger Stipendium des Landes Oberösterreich unterstützt.

Die Realisation des dritten Teils wird in den kommenden Monaten bis April 2019 an drei Orten stattfinden. Für die Ausstellung im Kunsthaus Burg Obernberg sind neue Aschezeichnungen (Klara Kohler) entstanden, die wir mit Fotoarbeiten und einer Videoarbeit, (Franz Frauenlob), in Beziehung setzen.

Das Bildprogramm der Ausstellung erfährt eine zusätzliche inhaltliche Erweiterung durch die Einbeziehung einer Rauminstallation mit dem Titel Weg = Ort (Franz Frauenlob).

Das Projekt wird am 6.März 2019 mit einer raumgreifenden Installation im Saccellum in Salzburg weitergeführt und findet zur Osterwoche 2019 in der Pfarrkirche Parsch (Salzburg Stadt) seinen Schlußpunkt. Die Ausstellung im Sacellum ist mit Vorträgen und Konzerten umrahmt.