Ausstellungen

Günther Hawlik +Wolfgang Maxlmoser “NATURE INSPIRES ART” 

Unter diesem Titel gestalten die beiden Innviertler Künstler eine gemeinsame Ausstellung im KUNSTHAUS OBERNBERG 

Vernissage: Freitag, 29.11. 2019, 19:30 Uhr

Ausstellungsdauer: bis Samstag, 21.12. 2019

Geöffnet: Freitag, Samstag, Sonntag 14-18 Uhr

Eintritt frei

Günther Hawlik – Wasser ist Leben

Die beiden in Aspach lebenden Innviertler Künstler GÜNTER HAWLIK und WOLFGANG MAXLMOSER schlagen auf jeweils eigene Weise eine bildnerische Brücke zwischen Natur und Kunst.

So sehr man das Eine nicht mit dem Anderen verwechseln darf, viele Verbindungen bestehen gerade zwischen dem Schaffen der Natur und seiner „Interpretation“ durch den Künstler, der als Mensch ja Teil dieses großen faszinierenden Systems ist.

Die Wissenschaft ist nur eine – wenn auch sehr erfolgreiche – Möglichkeit, die Welt zumindest im Detail besser zu verstehen, viele Fragen bleiben dabei aber offen. Die intuitiven, sensitiven und auch emotionalen Wege zur Weltsicht, die nur die Kunst anbieten kann, ergänzen diese Sichtweisen um neue Bilder- im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Schnittfläche zwischen natürlichen und künstlerischen Strukturen kann z.B. mittels Fotografie und Detailvergrößerung prägnant sichtbar gemacht werden, eine Zugangsweise, die beide Künstler in ihren Arbeiten einsetzten. Vom Detail zur Abstraktion, von der Suche nach gemeinsamen Qualitäten von künstlerischer und natürlicher Form, von der Gegenüberstellung ähnlicher Materialeigenschaften, bis zu Fragestellungen wo und wie sich Farbe und Licht aufspüren und darstellen lassen reicht dabei die Bandbreite dieser dialogisch angelegten Ausstellung.    

Die Natur kann sich der Kunst als motivische Inspiration zur Verfügung stellen, ihre Formen, Farben und Kompositionen dienen dann als Ausgangsbasis für gestalterische Neuschöpfungen, die beide Systeme im Kunstwerk miteinander auf eine sehr „menschliche“ Weise miteinander verknüpft. In der „Wahr-nehmung“ dieser vielfältigen Fäden zwischen sich und seiner Umwelt kann der Betrachter dann für sich erkennen, wie komplex und subtil die Welt aufgebaut ist, die Kunst dient hier dazu, die Natur zu erweitern und für den Menschen sicht-und greifbarer werden zu lassen.   

Man darf dabei nicht vergessen, dass die Natur in der Kunst aber viel mehr ist als Motivvorlage: Mit der Verbindung beider „Welten“ entsteht vielfältig Neues, der Mensch wird sich dabei der Schönheit und hoffentlich -in Zeiten fortschreitender Umweltzerstörung- endlich auch der Zerbrechlichkeit dessen bewusst, wovon er ja selber nur ein kleiner Teil ist, vom großen Gesamtbild der Natur.  

GÜNTER HAWLIK schreibt dazu: „In den letzten Jahren habe ich mehr und mehr die Liebe zur Fotografie für mich entdeckt. Aber nicht bloß in der Absicht, die Realität abzubilden. Es geht mir viel mehr darum, anderen die Augen zu öffnen für die Vielfalt und Schönheit der Natur. Das Große in den kleinen Dingen sehen, sichtbar machen, was oft übersehen oder als selbstverständlich angesehen wird…Meine Bilder sind niemals abstrakt. Wer sich damit intensiver auseinander setzt, wird immer wieder Formen aus der Natur entdecken.“

WOLFGANG MAXLMOSER zeigt u.a. seine neuen Bilder auf Glas, in denen Formen und Farben in Licht aufgelöst werden, fasziniert ist der Künstler außerdem von Spiegelungen im Wasser, die seine Ölbilder von 2018 an grundlegend geändert haben. Neu in der Ausstellung sind die sog. „Bilder im Bild“. Dabei geht es darum, verborgene Bilder in einem Bild zu entdecken, fotografisch zu erfassen und auf Leinwand zu drucken. Damit wird die Vielfalt der Möglichkeiten einer Betrachtung nachgestellt.

Hier schließt sich der Kreis wieder zu Günter Hawlik hin, womit im KUNSTHAUS ein spannender Bogen zwischen den künstlerischen Positionen dieser beiden Innviertler gezogen wird.

Josef Brescher

Wolfgang Maxlmoser